KjG Gruppenleiter/in / PZ - unser „Zweites Zuhause" / Armut

Warum ist das PZ für uns KJG’ler so unersetzlich ?!

Einen architektonischen Schönheitspreis kann man mit dem PZ (Pfarrzentrum) sicherlich nicht gewinnen, wollen wir auch gar nicht und außerdem haben wir es ja auch nicht entworfen.

Eine Auszeichnung für hervorragendes Energiesparen ist mit dem Gebäude auch nicht zu erzielen. Zumindest nicht im derzeitigen Zustand. Diesen aber zu ändern sind wir KJG’ler bereit, entschlossen bereit !

Wir wollen und können unser „Zweites Zuhause“, denn so wird es von allen dort ein- und ausgehenden Kindern und Jugendlichen empfunden, nicht verlieren.

Wir haben es uns im PZ nach unseren Ansprüchen eingerichtet. Der ursprünglich graue Beton hat von uns Farbe abbekommen, und zwar nicht nur irgendwie Farbe.

Bilder von unwiederbringlicher Einmaligkeit sind entstanden. Sie begleiten dort nunmehr Generationen von Jugendlichen in deren wichtiger Lebensphase.

Alle Räumlichkeiten sind in ihrem Vorhandensein und Zusammenwirken ideale Grundlage für erstklassige Kinder- und Jugendarbeit. Es gibt ein großes Forum, erweiterbar durch Schiebeelemente des Raumes 5/6, mehrere Gruppenräume, ein Leiterzimmer, ein Clubraum und eine kleine aber wichtige Küche, die Toiletten, eine Abstellkammer und der Putzraum nicht zu vergessen.

Und ganz besonders bedeutend ist auch die Garage, welche die Vielzahl an Bastel- und Spielmaterial in sich birgt. Gerade die quantitative und qualitative Auswahl an Material, mit dem viele Menschen erst einmal wenig anzufangen in der Lage wären, hilft der KJG Niederbrechen, sei es spontan oder lange geplant, erfolgreiche Programminhalte kostengünstig für Kinder und Jugendliche anzubieten und durchzuführen.

Aufenthaltsraum Nr. 1, der Clubraum, ist auch gleichzeitig die erste Anlaufstelle für alle kommenden Jugendlichen und der Ort, welcher sicherlich am häufigsten genutzt wird – in den Ferien geradezu täglich bzw. auch „nächtlich“.

Dieser Clubraum hat durch KJG-Eigenarbeit seine Holzverkleidung erfahren, welche gerade an kalten Tagen für eine angenehme Atmosphäre sorgt.

Allein hier haben Kinder und Jugendliche unzählige Stunden verbracht; sei es im „KELLERCLUB“ – der seit Beginn an des PZ (mit kleinen Unterbrechungen) regelmäßige Jugendtreff, sei es in den dutzenden Gruppenstunden, bei den KJG-Gruppenleiterrunden und Sitzungen größerer Teams, Feiern und Festivitäten aller Art – insbesondere der „Geburtstagsfeier“ am Heiligen Abend, Freizeitentreffen und vielen Veranstaltungen mehr, die die KJG seit über 25 Jahren im PZ durchgeführt hat.

Bereichert wird der Clubraum durch die ideale Anbindung an die Außentheke und die Küche, was gerade bei größeren Aktivitäten und Maßnahmen eine gewinnbringende Kombination ist.

Zu erwähnen ist unbedingt das Leiterzimmer, welches für die KJG so etwas wie das Herzstück darstellt. Hier wird geplant, diskutiert, vorbereitet – sei es gedanklich oder ganz praktisch – geschrieben, gedichtet, geschnippelt und nachbereitet.

Hierzu haben sich die KJG’ler diesen Raum gleichfalls nach ihren Bedürfnissen ausgestattet, so dass all diese Arbeit optimal durchgeführt werden kann.

Zu erwähnen – die Räumlichkeiten betreffend – gäbe es noch viel, aber nehmen wir einmal Bezug auf die Beschaffenheit des PZ. Die Wände, der Boden, Türen und Fenster, Strom und Wasser. All diese Bereiche könnten in besserem Zustand sein und das ein oder andere ist auch verbesserungswürdig – aber so wie es ist, ist es für die Kinder- und Jugendarbeit geradezu ideal. „Rustikal” beschreibt die Beschaffenheit wohl auch recht gut, denn wenn Kinder toben und spielen, malen und basteln muss das Inventar es auch verkraften können – und das tut es im PZ.

Die Wände kann man bekleben, die Fenster bemalen, die Tische bekleckern ohne das strenge Reglementierungen ein Donnerwetter auslösen, sodass kreative und sinnvolle Kinder- und Jugendbetreuung Einschränkungen erfahren müssten. „Hier haben wir Platz!” und „Hier habe ich meine Ruhe!“ sind Äußerungen von Jugendlichen. Hier – im PZ – gibt es viele Sitzmöglichkeiten und Ecken wo auch kleine Gruppen und Grüppchen und auch Pärchen sich verkrümeln können und das zeitgleich, ohne dass es irgendjemanden stören würde.

„Hier kann man auch mal die Musik aufreißen!“ – ohne dass es jemanden stört (wenn die Fenster geschlossen sind). „Hier kann man auch mal schnell an die frische Luft!“ und eben gerade mal sich im Außenbereich austoben und aufhalten, den man schnell und problemlos durch 6 Möglichkeiten erreichen kann. Eine Wiese, ein Atrium, eine Feuerstelle, Sitzecken und mehr bieten etliche Möglichkeiten für Aktivitäten, wie z.B.: Volleyballspielen, Gottesdienste im Freien, Freizeiten-Teilnehmertreffen, Spiele aller Art mit und ohne Ball und was die KJG’ler noch so alles machen.

„Das PZ ist unsere Welt!“ – es hat Charakter bekommen. Viele schöne Stunden verbinden etliche Jugendliche mit diesen Räumlichkeiten.

Es ist auch weit genug weg und gut abgeschirmt von allzu strengen oder nervenden Erwachsenen – was für Jugendliche phasenweise sehr bedeutend ist.

Hier kann der Schrei raus gelassen werden, der sonst vielleicht Magendruck erzeugt. Hier können Talente entdeckt werden, die sonst evtl. ewig verschüttet blieben.

Hier im PZ ist die Grundlage vorhanden, so wie es ist, für eine ideale Kinder-und Jugendarbeit – für eine optimale Freizeitgestaltung – für eine gute Zeit junger Menschen !

So etwas darf man nicht kaputt sparen. Wir wollen und wir dürfen das PZ nicht verlieren – dazu haben wir uns entschlossen.

08.11.2006

Volker